
Jeppe Hein: Burning Cube
Ort: Galerie Johann König, Berlin
Auftraggeber: Galerie Johann König, Berlin
Leistung: Realisierung des Kunstobjektes für Jeppe Hein
Ausstellungszeitraum: 5. Mai 2005 bis 18. Juni 2005
Ein Würfel mit einer weißen, glatten Oberfläche. Aus einer Ecke dieses in seiner reinen, symmetrischen Perfektion ausgeführten Objektes züngelt eine zerstörerische Flamme hervor, die auf der Oberfläche hässliche Flecken hinterlässt und sorgt so für Irritation bei den Betrachterinnen und Betrachtern. Eine typische Konstellation für die Objekte des Künstlers Jeppe Hein, der mit seiner Kunst einen Dialog mit und unter dem Publikum in Gang setzen möchte.
Auch andere Würfel Heins spielen mit den Emotionen von Ausstellungsbesucher/innen. So fängt der „Shaking cube“ (2004) an zu zittern, sobald man sich ihm nähert und kreischt laut in die Stille des Ausstellungsraumes hinein, als wolle er verzweifelt um Hilfe rufen. Nimmt der überraschte Besucher Abstand, hört der Spuk wieder auf. Heins „Walking Cube“ (2005) läuft durch den Ausstellungsraum und der „Ice Cube“ (2005) schmolz auf der Frieze Art Fair in London unaufhörlich dahin. Die zunächst unscheinbaren Würfel werden durch Bewegung, Destruktion oder Selbstzerstörung zu lebendigen Objekten, die mit Gefühlen wie Angst, Wut, Bedrohung und Verzweiflung spielen. Charakteristisch für Heins Kunst und immer wiederkehrendes Motiv sind dabei Naturelemente wie Eis und Feuer.