
Das Computermuseum der FH Kiel
Ort: Kiel
Auftraggeber: FH Kiel
Leistung: Medientechnik
Projektjahr: 2011
Das größte Computermuseum Norddeutschlands dokumentiert auf rund 800 qm die Geschichte der Rechen- und Computertechnik im 20. Jahrhundert. Einige der etwa 300 Ausstellungsstücke, wie der Abakus, die Neperschen Stäbchen und ein Modell der Schickard-Rechenmaschine haben auch ältere Wurzeln. Das Spektrum der gezeigten Objekte reicht vom elektromechanischen Relais-Computer Z11 der Zuse KG von 1958 über Giganten wie den 1,6 Tonnen schweren ehemaligen Supercomputer „Cyber 76“ bis zu den Mikrocomputern der 1990er Jahre. Das Ausstellungspublikum gewinnt Verständnis für die Arbeitsweisen von Rechenmaschinen und Computern und lernt deren Entwicklungs-, Kultur- und Industriegeschichte kennen. Entsprechend der mitgebrachten Vorkenntnisse und Interessen haben die Museumsbesucher/innen die Möglichkeit sich in die Themenvielfalt zu vertiefen. Im Vortragssaal im Erdgeschoss stimmt ein eigens produzierter 3-D-Film auf die Themen ein. Die ausgestellten Objekte, Fotos, Töne und Filme zeigen die facettenreichen Aspekte der Rechen- und Computertechnik auf und erörtern das sich wandelnde gesellschaftliche Umfeld. Es wird gezeigt, wie sich der Computer vom „Rechner“ und „Datenverarbeiter“ über das Spiel- und Textverarbeitungs-gerät zur universellen Kommunikations- und Medienmaschine gewandelt hat. Insgesamt 17 Medienstationen bieten Hintergrundinformationen in Form von Tondokumenten und Filmen, zwei Emulationsstationen geben die Möglichkeit, alte Computerspiele auf originalgetreuen alten Rechnersystemen zu spielen.
Das Museumsgebäude ist in einem viergeschossigen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg untergebracht, der im Verlauf eines Jahres zu einem modernen Museum umgebaut wurde.
Kuratiert wurde die Ausstellung von dem Berliner Informatiker Dr. Ralf Bülow. Ein Team von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule Kiel konzipierte unter Leitung von Prof. Ludwig Fromm und Prof. Michael Breda die räumliche Gestaltung der Ausstellung. Für die Realisierung sorgten Prof. Ludwig Fromm sowie der Berliner Architekt Fedor Sukatus.
www.computermuseum-kiel.de



Bildnachweis: © Fedor Sukatus, Berlin